Was ist Intermittent Fasting?

Intermittent Fasting ist zurzeit in aller Munde und wird von manchen als die beste Diät für langfristige Gewichtsabnahme angepriesen. Doch was ist Intermittent Fasting oder Teilzeit-Fasten und wie funktioniert es überhaupt? In diesem Blogpost stelle ich dir die Vor- und Nachteile sowie die verschiedenen Formen des intermittierenden Fastens vor:

Was ist Intermittent Fasting?

Das Grundprinzip hinter dem zu Deutsch auch “Teilzeit-Fasten” genannten Prinzip ist, regelmässig für eine bestimmte Zeit lang zu fasten. Dies soll dafür sorgen, dass der Körper genug Zeit hat, sich zu regenerieren und zu verdauen, ohne ständig etwas Neues verdauen zu müssen.

Anstatt also Kalorien zählen oder gewisse Lebensmittel vermeiden zu müssen, brauchst du dich bei dieser Diät nur nach der Uhr zu richten. Während der Fastenzeit darfst du nur Wasser und ungesüssten Tee oder Kaffee ohne Milch zu dir nehmen.Also nichts, was irgendwelche Kalorien hat!

Und die Methode kommt nicht von ungefähr. Genauer genommen haben wir sie sogar unseren Vorfahren abgeschaut! Denn als der Mensch noch Sammler und Jäger war, kamen ihm kaum regelmässige Mahlzeiten auf den Tisch. Der Schluss: Unsere Körper haben sich so entwickelt, dass wir gut für längere Zeit ohne Nahrung auskommen können.

Was bewirkt Intermittent Fasting?

Viele Anhänger und Fans dieser Ernährungsweise (ich nenne es ungern eine Diät, denn es ist vielmehr ein Essverhalten!) schwärmen von mehr Energie, weniger Heisshungerattacken, besserer Konzentration und Vitalität sowie effektivem Gewichtsverlust.

Viele Sportler und auch Schauspieler und Models haben sich deswegen den Intermittent Fasting verschrieben.

Die verschiedenen Intermittent Fasting-Arten

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen Arten des Teilzeit-Fastens:

Die 16/8 Methode

Bei dieser Methode wird jeden Tag 16 Stunden gefastet und alle Mahlzeiten des Tages werden in einem 8 Stunden Fenster zu sich genommen. 16 Stunden hört sich auf den ersten Moment nach viel an, doch wenn du beispielsweise über Nacht fastest, verbringst du 6 bis 8 Stunden der Fastenzeit beim Schlafen. 😉

Mit der 16/8 Methode sähe dein Tag also in etwa so aus:

Morgens lässt du das Frühstück aus. Ungesüsster Kaffee oder Tee ohne Milch oder Wasser sind natürlich erlaubt. Du fastest bis mittags um 12 oder 13 Uhr. Das Mittagessen ist dann deine erste Mahlzeit des Tages. Danach hast du ein 8 Stunden Fenster, in dem du “essen kannst, was du willst”.

Wenn du abnehmen willst, empfiehlt es sich hier natürlich trotzdem nicht, endlos Fast Food und Süssigkeiten zu essen. Aber grundsätzlich gilt, dass du dich nicht übermässig einschränken musst. Du darfst dir also auch etwas gönnen, wenn du erfolgreich gefastet hast. 😉

Nach den 8 Stunden, also um 20 oder 21 Uhr, beginnt wieder die Fastenzeit. Die meiste Zeit davon wirst du schlafend verbringen, bist du am nächsten Morgen wieder aufwachst und bis zum Mittag mit dem Essen wartest. Voilà!

Die 5:2 Methode

Bei dieser Methode fastest du nur 2 Tage in der Woche – dafür aber für jeweils 23 Stunden! Das Ziel ist, an jeweils zwei Tagen in der Woche nur etwa 500 bis 600 Kalorien zu dir zu nehmen, während du während den anderen fünf Tagen normal isst. Der Gedanke dahinter ist, dass sich der Kaloriendefizit dieser zwei Tage über die Woche hinaus ausgleicht.

So sähe also eine Woche mit der 5:2 Methode für dich aus:

Montag Morgen kannst du nach Bedarf noch ein kleines Frühstück zu dir nehmen. Die Fastenzeit beginnt nach dem Mittagessen. Bis zum nächsten Mittagessen am Dienstag fastest du und darfst nur ungesüssten Tee oder Kaffee ohne Milch oder Wasser zu dir nehmen. Am Dienstag isst du dein Mittagessen. Versuche an beiden Tagen eine Mahlzeit von je 500 bis 600 Kalorien zu dir zu nehmen für die optimalen Ergebnisse.

Danach fastest du erneut 23 Stunden bis zum Mittagessen am Mittwoch. Danach isst du die restliche Woche wieder normal. Du kannst dir deine Fastenzeit natürlich selber auslegen. Anstatt von Mittagessen zu Mittagessen kannst du auch von Abendessen zu Abendessen fasten – ganz entsprechende deinem Lifestyle und Bedarf!

Meine persönliche Erfahrung mit Intermittent Fasting

Ich praktiziere seit einiger Zeit die 16/8 Methode und nach einiger Gewöhnungszeit, in der mein Magen morgens ganz schön nach Nahrung geschrien hat, habe ich mich ganz gut daran gewöhnt. Persönlich finde ich es sehr befreiend, morgens nicht immer noch frühstücken zu müssen – so kann ich länger schlafen. 😛

Und ich habe bemerkt, dass ich mich morgens tatsächlich länger konzentrieren kann, wenn mir das Croissant eben nicht wortwörtlich bereits um 10 Uhr auf den Magen schlägt und die Verdauung mich schon wieder müde macht.

Was ich aber am meisten an der Methode mag, ist dass sie eben keine “Diät” ist. Ich muss mich nicht einschränken, keine geliebten Nahrungsmittel weglassen und ich kann flexibel Pausen machen, wenn ich beispielsweise reise oder sozialen Pflichten nachkomme. 😉 Es gibt mir auch nicht Schuldgefühle, wenn ich mal einen Tag auslassen, wie bei einer Diät.

Wenn du also interessiert bist, kann ich dir nur empfehlen, es mal für dich selber auszuprobieren! Wenn du Medikamente nimmst oder sonstige gesundheitliche Einschränkungen hast, bitte informiere dich natürlich zuerst bei deinem Arzt, ob diese Ernährungsweise für dich geeignet ist.

Ich hoffe, dieser Post hat dir geholfen und ein paar wichtige Infos zum Start gegeben!

 

Quellen: healthline.com, sportnahrung.at // Header: Unsplash