Wie schreibe ich ein Dankbarkeitstagebuch

Dankbarkeit ist ein sehr wichtiges Gefühl, das uns aber manchmal im Alltag ein bisschen verloren geht. Wir machen das nicht absichtlich – aber wenn die Arbeit sich häuft, Freunde oder Familie um deine Aufmerksamkeit ringen und das Abendessen pünktlich um 6 Uhr auf dem Tisch stehen muss… Dann steht die Dankbarkeit manchmal halt eben hinten an.

Manchmal steckt man auch so tief im eigenen Sumpf des trägen Alltags, dass man sich fragt: “Wofür soll ich überhaupt dankbar sein?” Dabei gibt es so viele Gründe. Die Arbeit, die zwar stressig ist, dir aber deinen Lebensstil ermöglicht und – im besten Fall – auch das ist, was du eigentlich gerne machst. Die Freunde und Familie, der du genug bedeutest, dass sie dich immer wieder anrufen und Zeit mit dir verbringen möchten. Und auch das Essen, das pünktlich auf dem Tisch stehen muss – dafür aber dich und deine Liebsten jeden Tag nährt und stärkt.

Positive Vibes only?

Klar, man kann nicht jeden Tag so positiv denken. Und ich will niemandem seine negativen Gefühle absprechen, denn manchmal hat man einfach einen miesen Tag! Sich aber bewusst die eigene Dankbarkeit wieder in den Geist rufen und sie als wohltuendes Ritual zu pflegen, kann sehr befreiend sein.

Hier kommt das Dankbarkeitstagebuch, das sogenannte “Gratitude Journal”, ins Spiel. Wer schon länger meinen Blog liest, weiss, dass ich mir für 2018 vorgenommen habe, jeden Monat bewusst Ziele zu setzen. Was ich mir aber auch vorgenommen habe, ist, mich dieses Jahr an einem Dankbarkeitstagebuch zu probieren. Und zu sehen, ob und wie es mein Leben verändern kann.

Meine Erfahrungen mit einem Dankbarkeitstagebuch

Für mich war es anfangs eher schwierig, mich an das Journal zu gewöhnen. Ich hab mich hingesetzt und wusste erst einmal überhaupt nicht, was ich schreiben sollte. Einerseits hatte ich das Gefühl, ich müsse jetzt ganz tief in mich hinein gehen und grosse, erkenntnisreiche Sachen aufschreiben, für die ich dankbar bin. Gleichzeitig fielen mir aber nur so Sachen wie “guter Kaffee” oder “Schokikuchen heute im Büro” ein.

Ich hab eine Weile gebraucht, um zu schnallen, dass diese “kleinen” Dinge genau so wichtig sind. Und dass die grossen, bedeutsamen Erkenntnisse nicht gleich zu Anfang kommen – oder dass es gar nicht um diese geht. Wenn dich eine nette Whatsapp-Nachricht von deinem Freund heute glücklich und dankbar gemacht hat, ist es genauso heilsam und schön, dies im Tagebuch revue passieren zu lassen!

Jetzt, wo ich es bereits eine Weile praktiziere, fällt es mir auch viel einfacher, die Dinge zu identifizieren, für die ich dankbar bin und sein möchte. Es hat sich zu einem friedlichen Ritual in meinem Leben entwickelt, das mich trotz Alltag kurz innehalten und reflektieren lässt.Dieses Dankbarkeitstagebuch wird mich sicherlich auch ins Jahr 2019 begleiten!

Wie schreibe ich ein Dankbarkeitstagebuch?

Es gibt nicht DIE Art, dein eigenes Tagebuch zu schreiben. Ob täglich, wöchentlich oder gar monatlich: Mach es einfach so, wie es am besten zu dir und deinem Alltag passt. Das Wichtigste ist, dass du es nicht “einfch hinter dich bringst” sondern dir wirklich bewusst bist, während du schreibst. 🙂

Dies sind einige Arten, wie du dein erstes Dankbarkeitstagebuch schreiben kannst:

  1. Liste jeden Tag 5 Dinge, für die du dankbar bist
  2. Schreib frei von der Leber weg über ein Erlebnis, das dich dankbar gemacht hat
  3. Wähle je eine Person, eine Erinnerung und etwas Materielles in deinem Leben und schreibe, warum du dankbar dafür bist
  4. Visualisiere das, wofür du dankbar bist, auf kreative Weise: Klebe Fotos, zeichne, schreib einen Song, ein Gedicht oder was immer dir in den Sinn kommt!
  5. Mach eine Monatsliste und schreibe für jeden Tag nur ein einziges Wort auf, wofür du an diesem Tag dankbar warst

Das sind nur einige Ideen. Finde deinen eigenen Stil, deine eigene Art, dankbar zu sein!