Wie erstelle ich einen Haushalts-Budgetplan

Budgetplanung ist etwas, mit dem ich mich bis jetzt kaum auseinandergesetzt habe. Irgendwie bin ich mit meinem Geld bis jetzt immer ganz gut durchgekommen. Und hatte das Gefühl, dass ich das doch eigentlich ganz gut im Griff hab, diese Sache mit dem Geld. Verdienen, Ausgeben, Repeat. Doch jetzt, wo ich das erste Mal in meine ganz eigene Wohnung gezogen bin, tun sich mir plötzlich unbekannte Kosten auf, die ich bis jetzt nie gross beachten musste!

Plötzlich sind da Stromrechnungen, Billag, Internet- und TV-Anschlüsse und last but not least natürlich ein etwas höherer Mietzins als mein bisheriges WG-Zimmer. Natürlich habe ich mir vor meinem Umzug bereits Gedanken gemacht, ob ich mir das alles überhaupt leisten kann. Also don’t worry: Ich stehe also noch nicht vor dem unausweichlichen Ruin! 😋

Budgetplanung für Dummies

Doch trotzdem möchte ich jetzt genauer wissen, wo mein Geld jeden Monat so hingeht und wie ich es mir vielleicht effizienter einteilen könnte. So dass ich in Zukunft nicht bei jedem Spontan-Urlaub fünfmal überlegen muss, ob ich mir das wirklich leisten kann oder nicht!

Da stand ich jetzt aber vor dem nächsten Problem: Wie erstelle ich einen Haushalts-Budgetplan für meinen Ein-Frau-Haushalt? Ein bisschen ratlos habe ich mich an meinen liebsten Problemlöser gewandt: Das Internet. Und nach ein bisschen Recherche konnte ich schliesslich auch meinen allerersten Budget-Plan erstellen! Dir geht’s genau so? Hier meine Lösung:

Wie erstelle ich einen Haushalts-Budgetplan?

Schritt 0.5: Das richtige Werkzeug

Bevor ihr anfangt, überlegt euch, wie und wo ihr euren Plan am liebsten erstellen möchtet. Es gibt viele Apps und Applikationen im Internet, die nützliche Funktionen anbieten. Wer es simpler mag, dem kann auch eine Excel-Tabelle ein hilfreiches Tool sein. Die simpleste Lösung? Einfach Stift und Papier in die Hand nehmen und losschreiben!

Hier gilt es wirklich, sich einfach das Tool zu nehmen, das in der Handhabung am Einfachsten fällt – schliesslich wirst du es in Zukunft regelmässig benutzen.

Schritt 1: Monatliches Einkommen

Bevor ein Budget erstellt werden kann, muss erst einmal festgestellt werden, wieviel Geld monatlich zur Verfügung steht. Zum Start sollte also zuerst das Netto-Einkommen des Haushalts notiert werden.

Notiere also dein monatliches Einkommen exklusiv all den Abzügen, die Zahl, die dir zum Ausgeben jeden Monat zur Verfügung steht.

Schritt 2: Zwingende Ausgaben definieren

Im zweiten Schritt sollten die monatlichen Ausgaben definiert werden, die zwingend sind. Also Ausgaben wie die monatliche Miete, Krankenkassenbeiträge, Versicherungen, Abonnements (Handy, Internet, Netflix, etc.)…

Nimm dir hier einen Moment Zeit und überlege dir, welche Ausgaben wirklich unabdingbar sind und welche du dir eventuell sparen solltest. Diese Ausgaben sehen im Detail für jeden Menschen etwas anders aus. Für den einen ist das Gym-Abo unverzichtbar, während andere vielleicht ohne Netflix oder Spotify nicht leben könnten!

Wichtig: Vergiss hier nicht deine Kreditkarten-Ausgaben! Falls duAbos über Paypal oder Kreditkarte abgeschlossen hast, wird hier monatlich ein Betrag abgezogen. Dieser muss natürlich auch regelmässig bezahlt werden.

Sobald du deine zwingenden Ausgaben definiert hast, liste sie ordentlich auf und ziehe den jeweiligen Betrag von deinem monatlichen Einkommen ab.

Schritt 3: Spar-Ziele (optional)

Es empfiehlt sich jedem, zu jeder Zeit einen gewissen Betrag in einem Sparkonto auf der Seite zu haben. So bist du für unerwartete Ausgaben wie Arztkosten oder Reparaturarbeiten gewappnet. Ob und wieviel du sparen möchtest, liegt aber an dir selber.

Ich persönlich lege monatlich für Ferien und unerwartete Kosten Geld auf die Seite. Das sind also meine zwei Sparziele. Vielleicht möchtest du auf ein neues Auto sparen oder hast Schulden, die abgezahlt werden müssen. Setze dir dein monatliches Sparziel und überlege dir, wieviel du pro Monat für dieses Ziel auf die Seite legen möchtest.

Überleg dir, welcher Betrag angemessen ist, um mit deinem übrigen Budget den restlichen Monat gut durchzukommen und trage den Betrag in deinen Budgetplan ein. Ziehe den Betrag vom Total ab und übrig bleibt dein frei verfügbares Budget für den Monat.

Schritt 4: Frei verfügbares Budget

Was nach all diesen Abzügen übrig bleibt, ist Geld, dass du über den Monat nach deinem Belieben ausgeben kannst! Ob du shoppen gehst, dir ein 5-Gänge-Menü im Restaurant gönnst, jeden Morgen bei Starbucks vorbeischaust oder das Geld für dein liebstes Hobby brauchst: Dieses Geld ist zum Ausgeben da.

Solltest du – wie ich – das monatliche Budget für Nahrungsmittel und Haushaltsausgaben nicht in den zwingenden Ausgaben vordefiniert haben, solltest du dir dein Geld spätestens hier einteilen.

Wenn am Ende des Monats noch etwas übrig bleibt: Umso besser! Entscheide selber, ob du das Geld in dein Sparkonto bewegst oder es zu deinem Budget im nächsten Monat überträgst.

 

Mal schauen, wie sich meine Einkauf- und Geld-ausgeb-Gewohnheiten jetzt so ändern oder ob sie sich vielleicht gar nicht so sehr von meinem bisherigen Verhalten unterscheiden.

Wie teilt ihr euer monatliches Budget auf? Habt ihr einen Plan oder geht’s einfach nach Gefühl?