Lissabon Reisebericht

Vier Tage lang durfte ich Lissabon erkunden, vier Tage voller warmer Sonne, sanfter Meeresbrise und vielen neuen Erlebnissen, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Es war meine erste Reise nach Portugal und ich wusste nicht, was mich erwarten würde. Ich hab natürlich bereits viel über Lissabon gehört, gesehen und gelesen und kurz vor unserem Abflug auch fast schon religiös die entsprechenden Instagram-Hashtags durchforstet.

Trotzdem hat mich die portugiesische Hauptstadt in vielerlei Hinsicht überrascht und zum Staunen und Träumen gebracht. Ich bin ein grosser Fan von verträumten Hafenstädten und Lissabon hat mich mit seinen roten Dächern und charmanten Pflastersteinstrassen verzaubert.

Mein Lissabon Reisebericht:

Unser Hostel

Da ich mit einer guten Freundin unterwegs war und wir bei unseren Städtereisen immer sehr gerne neue Leute kennenlernen, haben wir uns für den Aufenthalt in einem Hostel entschieden. Wir verbrachten drei Nächte im Yes! Hostel Lisbon, was sich für uns als eine sehr gute Wahl entpuppte.

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Das Hostel erfüllt nämlich sein Versprechen: Man erreicht von seinem Standort so gut wie alles zu Fuss, und wenn es doch mal etwas weiter sein sollte, so hat man mehrere Bus- und Tramhaltestellen in unmittelbarer Gehdistanz vom Hostel zur Verfügung. Auch sonst war das Hostel super: Hübsche Zimmer, bequeme Betten und ein sauberes Badezimmer.

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Was tun in Lissabon?

Was mich etwas überrascht hat war, wie touristisch die Stadt ist. Es kam gut und gerne ein paar Mal vor, dass wir die Stadt erkundet haben und für ein bis zwei Stunden so gut wie keine Einheimischen trafen, dafür aber einen Haufen anderer Touristen.

Bei einigen Aspekten war das leider schon etwas störend. Denn eigentlich hätten wir sehr gerne eine Tramrundfahrt im öffentlichen Tram 28 gemacht, doch als wir morgens bei der Haltestelle ankamen, hatte sich hier schon eine lange Schlange vor einem bereits überfüllten Tram gebildet.

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Gut zu Fuss

Das war aber noch lange kein Grund, sich gross zu ärgern! Wir haben uns einfach spontan für die Erkundung der Stadt zu Fuss entschieden. So lassen sich schliesslich auch viele spannende Eindrücke vom Stadtleben sammeln. Und die vielen kleinen Gässchen und Strassen sind immer wieder ein schöner Anblick.

Auch für meine Muskeln war das eine ganz gute Idee: Durch die vielen Hügel und Treppen in Lissabon habe ich ein kleines Work-Out gemacht, ohne es wirklich zu merken. 😉

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Castelo de São Jorge

Einer der eindrucksvollsten Sightseeing-Momente hatte ich beim Besuch des Castelo de São Jorge. Nach einem kurzen Spaziergang und einem leckeren Frühstück (ein “portugiesisches” Croissant und ein leckerer Cappuccino) konnten wir diese alte Burgruine und die ausgiebigen Gärten rundherum besichtigen.

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Neben der phänomenalen Aussicht über ganz Lissabon beeindruckte die alte Burg mit gut erhaltenen Ruinen und spannender Geschichte. Wir konnten gar nicht genug Fotos machen und fanden alle paar Meter wieder eine tolle Kulisse für ein schönes Bild.

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Belém

Am Samstag machten wir einen Ausflug ins etwa 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernte Belém. Dort gibt es neben leckeren Pasteis de Belém auch den berühmten Torre de Belém und das Mosteiro dos Jéronimos zu sehen.

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Neben diesen Sehenswürdigkeiten bietet Belém lange Küstenabschnitte, die zum Spazieren am Meer einladen und viele kleine, entspannte Parks, wo man mit einem leckeren Gelato eine Pause einlegen kann.

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Bairro Alto

Unsere Abende verbrachten wir meistens im künstlerischen Viertel Bairro Alto. Unzählige Cafés, Bars und Restaurants zieren hier die Strassen und laden zum Verweilen ein. Für jeden kulinarischen Geschmack gibt es hier das passende Restaurant.

Wir merkten schnell, dass die Portugiesen ein sehr Outdoor-bezogenes Völkchen sind. Jeden Abend tummelten sich die Menschen vor den Bars, Cafés und in Parks mit kühlem Bier oder Cocktails. Musik, fröhliche Gespräche und Gelächter erfüllte die Strassen und die Leute verbringen Stunden draussen. Wir haben uns relativ schnell diesem gemütlichen Rhythmus angepasst.

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Bars & Restaurants: Tipps

Wer einen Vintage Drink in einer einzigartigen Bar geniessen möchte, sollte unbedingt in der Bar Pensão Amor vorbeischauen. Die ehemalige Pension für Prostituierte wurde zu einer super coolen, urbanen und dekadenten Bar umgewandelt, in der es viel zu entdecken gibt – unter anderem auch eine spannende Getränkekarte. 😉

Im Café Tati gibt es entspannte Drinks und – ab 20 Uhr – auch leckeres Essen zu fairen Preisen. Wer es eilig hat oder gern eine Live Musik Show beim Essen geniessen möchte, findet im Mercado da Ribeira Nova alles, was das Herz begehrt.

Für coole Drinks in einer Rooftop Bar lohnt sich ein Besuch in der Park Bar. Hier lohnt es sich allerdings, früh aufzutauchen, denn die Bar ist trotz verstecktem Eingang abends immer voll.

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Fazit:

Lissabon ist eine wunderbare Stadt für einen kurzen Citytrip. Für kulturell Interessierte gibt es einiges zu entdecken und erleben. Auch Gourmets kommen nicht zu kurz.

Wenn ich mir etwas wünschen könnte, wären es wohl ein bisschen weniger Partytouristen.

Alle Bilder sind von mir oder Celine Schnorf